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Quervernetzung der Hornhaut bei Keratokonus (Corneal Crosslinking)

 

Was ist ein Keratokonus ?

 

Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut. Es kommt dabei zu einer langsam zunehmenden Vorwölbung und Verdünnung der Hornhaut. Als Folge der Vorwölbung wird das Auge zunächst immer kurzsichtiger (Myopisierung) und es entsteht eine zunehmende Hornhautverkrümmung (Astigmatismus).  Im weiteren Verlauf nimmt die Sehschärfe trotz Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur langsam ab.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • Im Anfangsstadium kann die Sehschärfe durch Anpassung formstabiler Kontaktlinsen in der Regel zunächst verbessert werden. (Die Kosten für die Kontaktlinsen werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen). Das Sehvermögen mit Kontaktlinsen ist bei Keratokonuspatienten oft besser als mit Brille. Das Tragen von Kontaktlinsen ist jedoch keine Therapie. Das Fortschreiten der Erkrankung bzw. die weitere Vorwölbung der Hornhaut wird dadurch nicht gebremst.                                                                                           

  • Im fortgeschrittenen Stadium kann auch mit Kontaktlinsen keine ausreichende Sehschärfe erreicht werden. In vielen Fällen ist die Transplantation einer Spender-Hornhaut die einzige Therapiemöglichkeit.

  • Die Hornhautquervernetzung durch UV-Strahlung und Ribovlavin kann die Hornhaut stabilisieren und die weitere Vorwölbung der Hornhaut verlangsamen oder stoppen.

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